Vor dem Einschalten: Bereite vor, was nicht vom Smartphone abhängt

Die Ersteinrichtung ist nicht bloß eine Reihe von Bildschirmen, die man möglichst schnell durchklickt. Jetzt entscheidest du, welche Daten übertragen werden, welches Konto du verwendest und welche Schutzmaßnahmen du aktivierst. Manche Entscheidungen lassen sich später ändern, andere – etwa eine Übertragung vom alten Smartphone zu starten – sind einfacher, wenn beide Geräte verfügbar und geladen sind. Wenn du weißt, was du behalten möchtest, bestätigst du Optionen nicht aus Gewohnheit. Überlege, welche Informationen du tatsächlich noch nutzt und ob neben persönlichen Dateien auch Einstellungen und Apps übertragen werden sollen.

Lege vor dem Start das Passwort für dein Konto, die Möglichkeit zur Wiederherstellung des Zugangs und – falls du Daten überträgst – dein bisheriges Smartphone bereit. Vergewissere dich, dass du auf die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer zugreifen kannst, über die deine Identität bestätigt wird. Wenn du die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt, überlege, wie du Codes empfängst, falls das alte Gerät nicht mehr verfügbar ist. Teile Passwörter und Codes nicht mit Personen, die dir bei der Einrichtung helfen. Trifft ein Code auf dem alten Smartphone ein, halte es verfügbar, bis du geprüft hast, dass Anmeldung und Wiederherstellung auf dem neuen Gerät funktionieren.

Überlege außerdem, ob du eine vollständige Migration oder eine saubere Neueinrichtung bevorzugst. Bei einer Migration können Einstellungen, Apps und Daten wiederhergestellt werden; der genaue Umfang hängt jedoch vom System, dem verfügbaren Backup und den gewählten Optionen ab. Bei einer sauberen Einrichtung werden weniger Inhalte übertragen, die du vielleicht nicht mehr brauchst. Dafür musst du dich erneut anmelden und manche Daten manuell wiederherstellen. Lösche oder setze das alte Smartphone erst zurück, wenn du geprüft hast, dass du auf dem neuen Gerät auf alles Wichtige zugreifen kannst. Dazu gehören nicht nur sichtbare Dateien, sondern auch die Konten und Dienste, die du regelmäßig verwendest.

Die Übertragung unterscheidet sich je nach System und Modell

Für das iPhone dokumentiert Apple den Schnellstart als Methode, um Daten auf ein anderes iPhone oder iPad zu übertragen. Laut offizieller Anleitung sind beide Geräte am Vorgang beteiligt. Informiere dich in den aktuellen Anweisungen über Voraussetzungen und Optionen für deinen Fall. Geh nicht davon aus, dass der Ablauf gleich bleibt, wenn sich Modell, Systemversion oder Gerätetyp des Ausgangsgeräts unterscheiden. Die während der Einrichtung angezeigten Möglichkeiten können davon abhängen, von welchem Gerät übertragen wird und welche Software auf beiden Geräten installiert ist. Apple: Schnellstart verwenden.

Unter Android können Aussehen und Menüpfade je nach Hersteller und Version variieren. Die Android-Hilfe zur Bildschirmsperre hilft beispielsweise dabei, Sicherheitsoptionen zu finden, beschreibt aber weder die gesamte Ersteinrichtung noch ein universelles Übertragungsverfahren. Nutze zum Importieren deiner Daten die Anweisungen des Smartphone-Herstellers und gleiche relevante Schritte gegebenenfalls mit der offiziellen Systemhilfe ab. Menübezeichnungen eines anderen Herstellers können abweichen; eine Anleitung für ein anderes Modell ist daher nicht unbedingt eine genaue Anleitung für dein Gerät. Android-Hilfe: Displaysperre festlegen.

Vor der Bestätigung einer Migration

  • Halte beide Geräte bereit und achte auf ausreichend Akkuladung.
  • Lies nach, welche Datenkategorien übertragen werden und welche einen zusätzlichen Schritt erfordern.
  • Wenn die Einrichtung ein Backup zur Wiederherstellung anbietet, prüfe das zugehörige Konto und das Datum der Sicherung.
  • Wenn unklar ist, was kopiert wird, verschiebe die Entscheidung und suche nach der Anleitung für dein genaues Modell.

Die Migration ersetzt nicht die anschließende Kontrolle. Öffne wichtige Apps, prüfe Kontakte und Fotos und vergewissere dich, dass du dich bei deinen Konten anmelden kannst. Daten mancher Apps hängen möglicherweise vom jeweiligen Dienstkonto und nicht vom allgemeinen Smartphone-Backup ab. Das ist eine praktische Einschränkung: Es gibt keine einheitliche Liste von Inhalten, die auf allen Smartphones auf dieselbe Weise übertragen wird. Nimm dir ein paar Minuten für die wichtigen Inhalte, damit du Unterschiede erkennst, bevor du den Wechsel als abgeschlossen betrachtest.

Zugang schützen: zuerst ein Code, Biometrie, wenn sie dir nützt

Richte eine Bildschirmsperre ein, die sich nicht leicht erraten lässt. Die Android-Dokumentation erklärt die Einrichtung und weist darauf hin, dass Optionen und Schritte vom Gerät abhängen können. Auf dem iPhone hängt der Weg zur Einrichtung von Face ID oder Touch ID davon ab, ob das Modell die jeweilige Funktion unterstützt. Apple bietet eigene Anleitungen für Face ID und Touch ID. Orientiere dich an der Anleitung für dein Gerät, statt anzunehmen, dass jedes iPhone oder Android-Smartphone dieselben Verfahren bietet.

Biometrie kann das Entsperren bequemer machen, ersetzt aber nicht die Bedeutung des Codes. Wähle keinen Code, der sich aus leicht erkennbaren Informationen wie einem öffentlichen Datum oder einer einfachen Zahlenfolge ableiten lässt. Merke ihn dir und bewahre Informationen zur Kontowiederherstellung sicher auf. Wenn andere Personen Benachrichtigungen auf deinem Bildschirm sehen könnten, prüfe auch, welche Inhalte bei gesperrtem Smartphone angezeigt werden. So kannst du den Komfort des Entsperrens getrennt von den Informationen beurteilen, die ohne Entsperrung sichtbar sind. Die verfügbaren Einstellungen können je nach Modell und Version variieren.

Auf dem iPhone bietet Apple Einstellungen für Face ID und Aufmerksamkeit, mit denen du die Verwendung der Funktion prüfen kannst. Diese Optionen können je nach Modell und Version variieren. Sieh in der passenden Anleitung nach, bevor du davon ausgehst, dass eine Einstellung auf allen Geräten verfügbar ist. Apple: Einstellungen für Face ID und Aufmerksamkeit. Unter Android solltest du keine Anleitung eines anderen Herstellers übernehmen, wenn Menünamen oder Optionen nicht übereinstimmen. Suche stattdessen nach der Dokumentation für dein genaues Modell. Ein Schutz, den du verstehst und aufrechterhalten kannst, ist besser als Funktionen zu aktivieren, ohne zu wissen, wie du den Zugang wiederherstellst. Prüfe, wie du vorgehst, wenn die biometrische Anmeldung nicht verfügbar ist.

Updates, Datenschutz und Berechtigungen: vor Abschluss prüfen

Wenn das Smartphone ein Update anbietet, lies nach, was installiert wird, und folge den offiziellen Anweisungen für dein Modell. Eine vertrauenswürdige Netzwerkverbindung und ausreichend Akkuladung sind sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen; die genauen Anforderungen hängen jedoch vom Hersteller ab. Wenn du das Update aufschiebst, um zuerst die Einrichtung abzuschließen, notiere es und prüfe später erneut, ob es verfügbar ist. Der Startbildschirm ist kein Beleg dafür, dass das Gerät bereits alle verfügbaren Updates erhalten hat. Eine spätere Kontrolle verhindert, dass der Aufschub zwischen den übrigen Einrichtungsschritten in Vergessenheit gerät.

Beurteile Berechtigungsanfragen einzeln. Zugriff auf Standort, Kamera, Mikrofon, Fotos oder Kontakte kann für bestimmte Funktionen erforderlich sein, aber nicht jede App benötigt all diese Daten. Wenn eine Anfrage nicht zu dem passt, was du gerade tun möchtest, kannst du sie ablehnen oder die Entscheidung verschieben und anschließend prüfen, ob die App wie erwartet funktioniert. Verfügbarkeit und Bezeichnungen der Einstellungen hängen von der Systemversion ab. Soweit das System es zulässt, kannst du Berechtigungen auch nach Abschluss der Einrichtung erneut prüfen.

Auf dem iPhone erklärt Apples Anleitung zur Kontrolle des Informationszugriffs von Apps, wie du diese Berechtigungen prüfst. Auch die Dokumentation zu Datenschutz und Ortungsdiensten enthält dazu hilfreiche Informationen. Zugriff von Apps auf Informationen und Datenschutz und Ortungsdienste. Erteile nur Berechtigungen, die für deine Nutzung der jeweiligen App sinnvoll sind, und überprüfe sie erneut, wenn sich deine Anforderungen ändern. Datenschutz lässt sich nicht mit einer einzigen allgemeinen Einstellung erledigen: Entscheidend ist, wichtige Zugriffe zu prüfen und zu verstehen, weshalb eine App sie anfordert. Wenn du eine Funktion später nicht mehr brauchst, kannst du die Berechtigung in den verfügbaren Systemeinstellungen erneut überprüfen.

Backups und Wiederherstellung: Verlass dich nicht auf dein Gedächtnis

Ein Backup ist nur dann nützlich, wenn du weißt, was es enthält, in welchem Konto es gespeichert ist und wie du den Zugang zu diesem Konto wiederherstellst. Prüfe die Optionen des Systems und der Apps, die dir wichtig sind. Geh nicht davon aus, dass alle Dienste dieselben Informationen sichern oder dass ein lokales Backup einem Cloud-Backup entspricht. Wenn dein Speicherplatz begrenzt ist oder du bestimmte Daten nicht synchronisieren möchtest, prüfe die verfügbaren Alternativen, bevor du die Funktion aktivierst. Betrachte die Wiederherstellung als Teil des Backup-Plans: Gespeicherte Daten helfen dir nicht, wenn du später nicht auf das betreffende Konto zugreifen kannst.

Android veröffentlicht einen Leitfaden zum Schutz persönlicher Daten bei Diebstahl, der entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zusammenfasst. Er ersetzt weder die besonderen Optionen des Herstellers noch erklärt er die Wiederherstellung jedes Kontos. Nutze ihn als Ausgangspunkt und prüfe die Einstellungen direkt auf dem Gerät. Android-Hilfe: Persönliche Daten bei Diebstahl schützen. Apple bietet ebenfalls Möglichkeiten, um zu prüfen, was vom iPhone aus geteilt wird. So kannst du besser zwischen synchronisierten, geteilten und für Apps zugänglichen Daten unterscheiden. Kontrollieren, was du teilst. Ein Backup, eine Synchronisierung und eine Freigabe sind nicht zwangsläufig dasselbe; prüfe den jeweiligen Dienst und die Einstellungen.

Notiere an einem sicheren Ort – nicht in einer ungeschützten Notiz auf demselben Smartphone –, wie du dein Hauptkonto wiederherstellst und wo du Wiederherstellungscodes findest, sofern der Dienst solche anbietet. Veröffentliche diese Codes nicht und schicke sie nicht an andere Personen. Prüfe bei gemeinsam genutzten oder familiären Geräten, wer Zugriff auf das Konto und die Backups haben wird. Die Wiederherstellung sollte geplant werden, ohne die Sicherheit zu verringern: Eine bequeme Methode, auf die jede Person mit Zugriff auf das Gerät zugreifen kann, ist möglicherweise ungeeignet. Wenn diese Möglichkeiten klar festgehalten sind, musst du im Bedarfsfall nicht erst überlegen, wo du welche Informationen gespeichert hast.

Abschluss-Checkliste: kurze Prüfung vor der Nutzung

Prüfe vor Abschluss der Einrichtung, ob du das Smartphone entsperren kannst, die Kontowiederherstellung kennst und – falls du Daten übertragen hast – die erwarteten Inhalte angekommen sind. Kontrolliere, ob Mobilfunk und WLAN funktionieren, Nachrichten eingehen und wichtige Apps starten. Wenn etwas fehlt, finde zuerst heraus, ob es von einem Backup, einem App-Konto oder einer noch nicht abgeschlossenen Übertragung abhängt. So lässt sich ein Zugriffsproblem von einem Inhalt unterscheiden, der gar nicht Teil der Migration war. Lösche das alte Gerät nicht allein deshalb, weil auf dem neuen der Startbildschirm angezeigt wird.

Gehe zum Schluss noch einmal die Einstellungen für Bildschirmsperre, Biometrie, Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm, Berechtigungen und Backups durch. Die hier genannten Android-Hilfeseiten erläutern einzelne Einstellungen und keinen vollständigen Ablauf, der bei allen Marken gleich ist. Apples Anleitungen behandeln bestimmte Funktionen und können vom Modell und der Version abhängen. Am zuverlässigsten kombinierst du die offizielle Systemhilfe mit der Dokumentation des Smartphone-Herstellers. Wenn ein Menü anders aussieht, nutze die Anleitung für dein genaues Gerät, statt Einstellungen anhand eines ähnlichen Bildschirms eines anderen Modells zu ändern.

Behalte zum Abschluss diese vier Punkte im Blick: Du weißt, wie du auf dein Konto zugreifst und es wiederherstellst; der Bildschirm wird mit einer Methode gesperrt, die du kennst; jede erteilte Berechtigung hat einen klaren Zweck; und du hast geprüft, wo die Daten gespeichert sind, die du nicht verlieren möchtest. Mit künftigen Updates können sich Optionen ändern. Sieh deshalb erneut in der Dokumentation nach, wenn du das Gerät oder die Version wechselst. Dieser Ratgeber bietet einen allgemeinen Rahmen, aber keine vollständige Beschreibung jeder Benutzeroberfläche.