Die drei Softwareindikatoren, die Sie unterscheiden sollten

Viele Nutzer verwechseln die Betriebssystemversion mit dem Sicherheitsstatus des Geräts. In der Praxis bestimmen drei unabhängige Indikatoren den Softwarestatus eines Handys: die Hauptversion des Systems (etwa Android 14 oder iOS 17), der Sicherheitspatch (ein konkretes Datum, das angibt, wann die zuletzt bekannten Sicherheitslücken behoben wurden) und Updates für installierte Apps. Werden diese Angaben verwechselt, kann der Eindruck entstehen, ein Telefon sei „aktuell“, obwohl es lediglich die neueste Hauptversion des Systems hat und neuere Sicherheitskorrekturen fehlen.

In der offiziellen Dokumentation von Google und Apple werden diese Begriffe getrennt behandelt. Unter Android können sich Systemversion und Sicherheitspatch unabhängig voneinander ändern. Unter iOS bündelt Apple beides in einem Systemupdate; dennoch ist es sinnvoll, das Datum des letzten Patches zu prüfen, um den aktuellen Stand des Geräts zu bestätigen. Nicht alle Geräte erhalten diese Neuerungen gleichzeitig; die Verfügbarkeit hängt vom Hersteller, Modell und der Region ab.

Android-Version und Sicherheitspatch prüfen

Der offizielle Weg, den Status eines Android-Geräts zu prüfen, führt über die App Einstellungen. Öffnen Sie System > Android-Update (oder, je nach Hersteller, Über das Telefon > Android-Version). Auf diesem Bildschirm werden zwei wichtige Angaben angezeigt: die installierte Android-Version und das Datum des letzten Sicherheitspatches. Liegt das angezeigte Datum vor dem jüngsten von Google veröffentlichten Patch, stehen noch Korrekturen aus.

Die Benutzeroberfläche kann sich je nach Hersteller deutlich unterscheiden. Samsung, Xiaomi, Huawei und andere verwenden angepasste Oberflächen, durch die sich auch der Pfad zu diesen Einstellungen ändern kann. Die zugrunde liegenden Angaben bleiben jedoch gleich: Systemversion und Patchdatum. Wenn keine Update-Benachrichtigung angezeigt wird, ist das kein Beleg dafür, dass das Gerät auf dem neuesten Stand ist; prüfen Sie das Patchdatum manuell, um sicherzugehen. Google veröffentlicht monatliche Sicherheitsbulletins, und die Hersteller haben eine Frist, um diese an ihre Nutzer zu verteilen.

Updates auf dem iPhone oder iPad suchen und installieren

Auf Apple-Geräten ist der Vorgang stärker vereinheitlicht. Der offizielle Pfad lautet Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate. Das Gerät zeigt dort die installierte iOS- oder iPadOS-Version an und bietet die direkte Installation an, wenn ein Update verfügbar ist. Anders als bei Android wird der Sicherheitspatch in der Benutzeroberfläche nicht getrennt von der Systemversion angezeigt; Apple liefert beides gemeinsam mit einem einzigen Update aus.

Um festzustellen, ob das Gerät aktuell ist, vergleichen Sie die installierte Version mit der neuesten von Apple veröffentlichten Version. Stimmen sie überein, verfügt das Gerät über den neuesten verfügbaren Sicherheitspatch. Sie müssen unter iOS nicht manuell nach Sicherheitspatches suchen, da Apple sie in die Systemupdates integriert. Es empfiehlt sich jedoch, automatische Updates aktiviert zu lassen, damit Sicherheitskorrekturen ohne manuelles Eingreifen installiert werden.

Warum ein Indikator nicht beweist, dass auch die anderen aktuell sind

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass ein Gerät vollständig sicher sei, wenn die neueste Hauptversion von Android oder iOS installiert ist. Das stimmt nicht. Unter Android kann Android 14 installiert sein, während der Sicherheitspatch bereits mehrere Monate alt ist. Dadurch bleibt das Gerät bekannten Sicherheitslücken ausgesetzt. Systemversion und Sicherheitspatch sind getrennte Indikatoren und müssen einzeln geprüft werden, um den Sicherheitsstatus vollständig beurteilen zu können.

Unter iOS ist die Lage einfacher, weil Apple beide Elemente in einem Update zusammenfasst. Trotzdem erhält ein Gerät möglicherweise nicht die neueste iOS-Version, wenn seine Hardware nicht ausreicht oder das Modell veraltet ist. Die Verfügbarkeit von Updates hängt vom jeweiligen Modell ab, nicht nur von der Systemversion. Ein älteres iPhone kann mit iOS 16 laufen, der neuesten kompatiblen Version, erhält aber möglicherweise keine Neuerungen von iOS 17. Das kann seinen Sicherheitsstatus auf längere Sicht einschränken.

Was tun, wenn das Gerät kein Update anzeigt?

Wenn das Gerät kein verfügbares Update anzeigt, sollten Sie zuerst das Datum des Sicherheitspatches (unter Android) beziehungsweise die Systemversion (unter iOS) prüfen, um festzustellen, ob es tatsächlich aktuell ist. Liegt das Patchdatum unter Android vor dem neuesten von Google veröffentlichten Datum, wenden Sie sich an den Hersteller und fragen Sie nach dem Update. Stimmt die installierte iOS-Version nicht mit der neuesten von Apple veröffentlichten Version überein, ist das Gerät wahrscheinlich nicht mit der neuen Version kompatibel.

Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist die Internetverbindung. Für Updates sind eine stabile Verbindung und ausreichend freier Speicherplatz erforderlich. Ist auf dem Gerät nicht genügend Speicher frei, wird das Update nicht angeboten. Bei beiden Systemen empfiehlt es sich, vor der Suche nach Updates Speicherplatz freizugeben. Wenn das Problem weiterhin besteht, kann ein Neustart und eine erneute Suche vorübergehende Netzwerk- oder Systemfehler beheben.

Grenzen der Belege und abschließende Hinweise

Dieser Leitfaden basiert auf der offiziellen Dokumentation von Google und Apple, kann aber nicht vorhersagen, wann ein bestimmtes Gerät ein Update erhält. Die Verteilungspläne unterscheiden sich nach Hersteller, Modell und Region. Wann der Support für ein Gerät endet, lässt sich nur anhand der jeweiligen Richtlinien des Herstellers feststellen. Die hier bereitgestellten Informationen sind allgemein gehalten und sollten durch die Hinweise des Herstellers des betreffenden Geräts ergänzt werden.

Darüber hinaus kann die Verfügbarkeit von Updates von externen Faktoren abhängen, etwa davon, ob der Hersteller Patches verteilen kann, oder von der Hardwarekompatibilität. Nicht alle Geräte erhalten Neuerungen gleichzeitig, und einige Modelle erhalten möglicherweise früher keine Sicherheitsupdates mehr als andere. Nutzer sollten diese Einschränkungen beachten und einen Austausch des Geräts erwägen, wenn es keine kritischen Sicherheitspatches mehr erhält.