Was sich mit Continue On ändert

Continue On ist eine Funktion von Android 17, mit der sich eine App-Aktivität auf einem anderen Android-Gerät fortsetzen lässt. Google stellt sie als Funktion vor, die Entwickler in ihre Apps integrieren können: Sie überträgt nicht automatisch jede offene Aufgabe und spiegelt auch nicht den Bildschirm. Ziel ist ein Einstiegspunkt, über den eine Aktivität auf einem anderen Gerät wieder aufgenommen werden kann – nicht die Spiegelung der gesamten Smartphone-Sitzung.

Im zunächst beschriebenen Szenario erfolgt die Übergabe vom Smartphone zum Tablet. Die zuletzt auf dem Smartphone verwendete App kann als Vorschlag in der Taskleiste des Tablets erscheinen. Wird sie ausgewählt, startet dort die entsprechende Aktivität. Der Vorschlag verbindet die Geräte; welche Inhalte geöffnet werden, hängt jedoch von der jeweiligen App ab.

So wird eine Aktivität fortgesetzt

Das System erkennt Übergabemöglichkeiten und zeigt sie an, aber die App bestimmt, welcher Kontext wiederhergestellt wird. Jeder Entwickler legt fest, wie die Erfahrung auf dem empfangenden Gerät neu aufgebaut wird und welche Aktivität beim Öffnen angezeigt wird. Deshalb garantiert Continue On weder, dass alle Apps exakt denselben Zustand erhalten, noch dass sich jede Aufgabe fortsetzen lässt. Die Kontinuität hängt davon ab, wie der jeweilige Dienst gestaltet ist.

Bei der Übergabe zwischen nativen Apps öffnet das Tablet die entsprechende App und kann zu einer bestimmten Aktivität führen. Google nennt als Beispiel ein Google-Docs-Dokument, das auf dem Smartphone geöffnet war und auf dem Tablet fortgesetzt wird. Dafür muss die empfangende App zum passenden Dokument führen, statt lediglich einen allgemeinen Bildschirm zu öffnen. Das Ergebnis hängt davon ab, wie die App diesen Ablauf umsetzt.

Zwei Wege: native App oder Web

Continue On unterstützt Übergaben an native Apps sowie webbasierte Optionen. Beim nativen Weg wird dieselbe App auf dem empfangenden Gerät geöffnet, sofern sie dort installiert ist und die Übergabe unterstützt. Entwickler können stattdessen auch eine Web-Erfahrung oder eine Web-Alternative festlegen.

Die Web-Option leitet über eine URL an den Standardbrowser weiter. Als Beispiel nennt Google eine Gmail-Nachricht, die vom Smartphone zur Webversion auf einem Tablet übertragen wird. Die URL kann zu einer passenden Seite oder Aktivität führen; das System garantiert jedoch nicht, dass jeder Webdienst den vollständigen App-Zustand wiederherstellt. Ist die empfangende App nicht installiert, kann eine alternative Webadresse einen anderen Zugang zu den Inhalten bieten.

Kompatibilität: Android 17 allein genügt nicht

Google ordnet Continue On Android 17, API-Level 37, zu. Die anfängliche Unterstützung umfasst Übergaben vom Smartphone zum Tablet. Die Architektur ist zwar darauf ausgelegt, dass kompatible Geräte Aktivitäten senden und empfangen können, doch bedeutet das nicht, dass vom ersten Tag an alle Richtungen oder Gerätekombinationen unterstützt werden. Der zunächst beschriebene Umfang ist konkreter als die allgemeine Fähigkeit, die für kompatible Geräte vorgesehen ist.

Auch die App muss mitspielen. Für eine native Übergabe muss sie auf dem empfangenden Gerät installiert sein und eine fortsetzbare Aktivität bereitstellen; für eine Web-Alternative muss die App eine geeignete URL konfigurieren. Android 17 auf beiden Geräten bedeutet daher nicht, dass jede App als Vorschlag auf dem Tablet erscheint. System- und App-Unterstützung sind unterschiedliche Voraussetzungen, die beide erfüllt sein müssen.

Continue On: Übergabewege und Startumfang

Die Übersicht unterscheidet native Übergabe, Web-Übergabe und Web-Fallback und nennt den anfänglich unterstützten Gerätewechsel.

Continue On: Übergabewege und Startumfang
App zu AppNative App auf dem Empfängergerät
App zu WebWebseite im Standardbrowser
Web als AusweichwegURL bei fehlender App
StartumfangSmartphone → Tablet

Zum Start von Continue On · Android 17

Die tatsächliche Fortsetzung hängt davon ab, welche Übergabeoption die App implementiert und ob sie auf dem empfangenden Gerät verfügbar ist.

Quellen und Referenzen1

Wovon die praktische Verfügbarkeit abhängt

Damit die Übergabe mit einer bestimmten Kombination aus Smartphone, Tablet und App funktioniert, müssen die Unterstützung durch Geräte und System sowie eine kompatible App-Implementierung zusammenkommen. Die Kontinuität funktioniert nicht automatisch mit allen Apps: Bei Continue On entscheiden die Entwickler, wie die Aktivität dargestellt und wiederhergestellt wird. Ihre Umsetzung bestimmt, was angezeigt wird, welcher Kontext zurückkehrt und ob ein nativer oder webbasierter Weg angeboten wird.

In der Praxis hängt die Funktion von drei Faktoren ab: dem Betriebssystem des Geräts, der Kompatibilität des empfangenden Geräts und der Vorbereitung der Übergabe durch die App. Ob Continue On auf einem bestimmten Tablet verfügbar ist, hängt von dessen Android-Version und der App-Unterstützung ab. Deshalb kann sich die Erfahrung je nach Gerät und App unterscheiden, auch wenn Continue On zu Android 17 gehört.

Eine Funktion zum Fortsetzen, keine universelle Synchronisierung

Continue On bietet eine Möglichkeit, eine auf dem Smartphone gestartete Aktivität auf dem Tablet zu öffnen. Der Vorschlag in der Taskleiste verkürzt den Weg zur empfangenden App, wenn diese eine kompatible Erfahrung vorbereitet hat. Welche Informationen erhalten bleiben und an welcher Stelle die Aktivität fortgesetzt wird, hängt von dieser Umsetzung ab. Der Mechanismus erleichtert den Zugriff, legt aber nicht selbst fest, wie Daten zwischen Geräten gespeichert werden.

Eine Aktivität, die auf dem Smartphone begonnen wurde, lässt sich auf dem Tablet fortsetzen, wenn die App eine kompatible Erfahrung anbietet. Ob eine bestimmte Aufgabe unterstützt wird, richtet sich nach den Funktionen der jeweiligen App. Die Kontinuität hängt von der Implementierung der App ab und garantiert nicht auf allen Geräten eine identische Sitzung.