Ein neuer Laptop im Android-Ökosystem
Google stellte Googlebook am 21. September 2026 vor und nahm am selben Tag Vorbestellungen entgegen. Das Unternehmen beschreibt das Gerät als neue Laptop-Kategorie auf Grundlage von Android-Technologie und mit Desktop-Funktionen von ChromeOS. Das Konzept verbindet Google-Dienste und -Apps mit Funktionen, die den Computer mit einem Android-Smartphone verknüpfen.
Laut angekündigtem Zeitplan sollten die Geräte in den USA ab dem 4. Oktober und einen Tag später in Kanada, Großbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland und Australien erhältlich sein. Das sind die von Google angekündigten Markteinführungstermine; sie sagen allein nichts über die aktuelle Verfügbarkeit einzelner Modelle oder Konfigurationen bei den Händlern aus.
Google setzte den Einstiegspreis auf 899 US-Dollar fest. Die erste Geräteauswahl entstand in Zusammenarbeit mit Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo. Der Preis bezieht sich auf den angekündigten Einstieg in die Googlebook-Kategorie; die jeweilige Ausstattung ist den Produktangaben zum konkreten Laptop zu entnehmen.
Was die Verbindung mit einem Android-Smartphone bietet
Bei der Einrichtung kann Googlebook Einstellungen, gespeicherte Passwörter, WLAN-Netzwerke und Nachrichten von einem Android-Smartphone übernehmen. Google zufolge ist diese Übertragung Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das Unternehmen kündigt außerdem Funktionen an, mit denen sich Aktivitäten auf dem Laptop fortsetzen und Dateien sowie Fotos vom Smartphone abrufen lassen.
Mit Continue On können Nutzer am Computer Aufgaben fortsetzen, die sie auf dem Smartphone begonnen haben. Über die Files-App lassen sich Dateien und Fotos auf dem Mobilgerät suchen und öffnen, während Cast My Apps Smartphone-Apps in einem Desktopfenster anzeigt. Die angekündigte Integration verbindet den Zugriff auf Inhalte mit geräteübergreifender Kontinuität, so Google.
Diese Funktionen können für Nutzer nützlich sein, die im Alltag zwischen Smartphone und Computer wechseln, etwa um eine Aufgabe fortzusetzen, eine Datei zu finden oder eine mobile App in einem Desktopfenster zu nutzen.
Gemini-Funktionen und enthaltene Dienste
Googlebook ist für Gemini Intelligence ausgelegt und umfasst Magic Pointer, das Gemini auf Wunsch mit den Bildschirminhalten aufruft, Rambler, das diktierte Texte zu Notizen ordnet, sowie Create My Widget, mit dem sich Widgets anhand von Anweisungen in natürlicher Sprache erstellen lassen. Google zufolge wird Magic Pointer nur auf Wunsch aktiv und lässt sich deaktivieren. KI gehört zu den angekündigten Funktionen des Systems und ergänzt die Desktop-Werkzeuge.
Jeder Googlebook-Kauf umfasst 12 Monate Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher und höheren Nutzungslimits für Gemini. Zusätzlich sind 3 Monate YouTube Premium sowie ein Zugang zu Diensten wie Adobe Photoshop enthalten.
Google kündigt zudem regelmäßige Funktionsupdates für Googlebook OS über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren an. Dieser Zeitraum bezieht sich auf die Software-Unterstützung des Betriebssystems.
Hersteller und angekündigte technische Daten
Google nennt Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo als Hersteller der ersten Geräte dieser Kategorie. Für die Auswahl führt das Unternehmen Touchscreens mit bis zu 2,8K OLED, Prozessoren von Intel und Qualcomm, NPUs mit mehr als 45 TOPS sowie eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden auf. Als Materialien werden unter anderem Aluminium, Magnesiumlegierung und Kohlefaser genannt.
Dabei handelt es sich um Eigenschaften und Höchstwerte der ersten Geräteauswahl. Die Angaben zum jeweiligen Modell zeigen dessen konkrete Ausstattung: Die genannten Maximalwerte gelten nicht zwingend für jeden Laptop. Einstiegspreis, Komponenten und Optionen sollten für das Gerät geprüft werden, das im jeweiligen Markt angeboten wird.
Google gibt eine maximale Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden an. Das ist als Unternehmensangabe zu verstehen, nicht als unabhängige Messung oder garantierte Laufzeit für alle Modelle und Nutzungssituationen. Auch Bildschirmauflösung und NPU-Leistung nennt Google als Höchstwerte für die erste Auswahl.
Apps, Entwicklung und Sicherheit
Googlebook verbindet den Desktop-Browser Chrome samt Erweiterungen mit Android-Apps aus dem Play Store. Google nennt kreative Apps wie Adobe Photoshop, Adobe Lightroom und CapCut sowie Android-Spiele und PC-Titel über GeForce NOW. Für jeden Kauf kündigt das Unternehmen ein Jahr Zugang zu diesem Dienst an. Außerdem sollen viele Android-Apps für größere Bildschirme sowie die Bedienung mit Tastatur und Maus optimiert sein.
Für Entwickler nennt Google Antigravity als Entwicklungsplattform mit KI-Agenten sowie eine Terminalumgebung zum Ausführen von Tools. Hinzu kommt eine isolierte Linux-Umgebung auf Basis von pKVM. Diese Optionen richten sich an Nutzer, die Web- und Android-Apps mit Entwicklungswerkzeugen kombinieren, so die Funktionsbeschreibung von Google.
Zur Sicherheit beschreibt Google eine Architektur auf Grundlage von ChromeOS, mit einer hardwarebasierten Google-Titan-Vertrauensbasis, mehrschichtiger Verteidigung und lokaler Malware-Erkennung. Die Ankündigung nennt außerdem einen pKVM-Hypervisor mit Sicherheitszertifizierung der Stufe 5, der eine isolierte Linux-Umgebung ermöglicht. Diese Angaben beziehen sich auf die von Google beschriebenen Plattformfunktionen und ersetzen nicht die Prüfung der Berechtigungen und Sicherheit installierter Apps.
Preis, Märkte und Kaufentscheidung
Der angekündigte Einstiegspreis liegt bei 899 US-Dollar. Die Geräte sollen ab dem 4. Oktober 2026 in den USA und ab dem 5. Oktober in Kanada, Großbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland und Australien in den Handel kommen. Die Termine umfassen sieben Märkte.
Google präsentiert eine Laptop-Kategorie, die mit Android verbunden und für Gemini Intelligence entwickelt wurde; die ersten Geräte entstehen mit Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo. Für einen Vergleich lohnt sich der Blick auf das konkrete Modell: Komponenten, Bildschirm, Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Preis können sich zwischen den Laptops unterscheiden. Die allgemeinen Angaben ersetzen nicht die Produktdaten des Geräts, das gekauft werden soll.
Vor der Entscheidung sollten der Preis und die Ausstattung des Modells im jeweiligen Markt sowie die benötigten Apps und die Bedingungen der enthaltenen Dienste geprüft werden. Entscheidend sind das konkrete Gerät und der geplante Einsatz: Die Ankündigung beschreibt eine Laptop-Kategorie und nennt die Hersteller der ersten Auswahl, doch jede Konfiguration muss einzeln beurteilt werden.